






Dass man mit dem Schwerpunkt „Kaffee & Schokolade“ ein ganzes Menü kochen kann, bewies das Küchenteam im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast auf einer bestens besuchten slow food-Veranstaltung.

Begrüßt wurden die über 70 Gäste vom Hausherrn und zugleich Vizepräsident von slow food, Daniel Mutschlechner. Die bekannte Ernährungswissenschafterin Angelika Stöckler moderierte diesen spannenden kulinarischen Abend, bei dem auch mehrere Experten zu Gast waren. Begonnen hat das Schokomeister-Team Kombächer und Fäßler aus dem benachbarten Scheidegg/Allgäu, die ausgezeichnete Schokoladeprodukte vorstellten. Kolumbanischer Arabica-Kaffee „Cafè por la paz – der Friedenskaffee“ wurde von Manfred Stemmer und dem Team der Rösterei „Kaffeebohne“ aus Dornbirn vorgestellt. Mit dabei war auch der aus Kolumbien stammender Künstler und Initiator Danilo Ortiz. Franz Abbrederis erläuterte den Gästen die internationale slow food-Bewegung.
Das mehrgängige Menü des Arbogaster Küchenteams mit Küchenchef Simon Gamper an der Spitze begeisterte die Gäste. Zum Auftakt wurde eine Mais-Süßkartoffelsuppe mit Kaffee-Croutons und Schokoladen-Popcorn kredenzt. Als Hauptspeise wartete ein „Bäckle vom Schwein“ mit Portwein-Schokoladensauce auf Beta-Sweet-Karotte, Schwarzwurzel, Rosenkohl und gebratener Kräuter-Serviettenschnitte und als Vegi-Menü ein Kaffee-Pilzgulasch mit feinen Bandnudeln, Schmortomaten und cremigem Erbsenpüree. Den süßen Abschluss bildeten Kaffee-Crème-Brûlée und Mandel-Brownie.
Die Gäste waren sich einig: Es war eine sehr genussvolle Bildungsveranstaltung im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast, organisiert vom Team Arbogast und slow food. Mit dabei: Margaritha Matt (Caritas), Inge Ebenhoch aus Götzis, Hannes und Elke Kager aus Nenzing, Wiltrud Zudrell aus Bludenz, Peter und Nataly Rauch aus Feldkirch, Friederike Schmid-Kopf und Markus Schmid aus Dornbirn, Uli Breuss aus Rankweil, Hansjörg und Christel Baldauf aus Lochau, Susanne Zehnder-Böckle aus Klaus, Thomas und Ilse Linford, Winfried Österle oder Jürgen Lutz.
Auszug aus dem Beitrag: Slow food Vorarlberg, 2020

Gemeinsam mit Ernährungswissenschafter*innen aus ganz Österreich habe ich einen Beitrag für Abwechslung und Genuss in der von Corona geprägten Zeit geleistet und am Quarantäne-Kochbuch des VEÖ mitgewirkt.

Der Lockdown hat unseren Alltag auch beim Essen und Trinken völlig verändert. Plötzlich waren ganz selbstverständliche Aktivitäten nicht mehr möglich, Restaurants und Imbisse waren geschlossen und viele von uns haben den Großteil der Zeit zu Hause verbracht.
Dabei sind viele Österreicher*innen wieder auf den Geschmack des Selberkochens und -backens gekommen. Das selbst gemachte Essen wurde zur neuen „Spielecke“, strukturierte den Alltag und wurde oft zum positiven Highlight des Tages. Dieser Trend war besonders deutlich am kurzfristigen Engpass von Germ – als Triebmitttel zum Backen von Brot oder anderen Backwaren verwendet – spürbar. Auf den Social Media Plattformen wurde fleißig und stolz geteilt, was gerade selbst kreiert, frisch zubereitet und verspeist wurde.
Den Ernährungswissenschafter*innen ging es natürlich nicht anders. So rief der Verband der Ernährungswissenschaften Österreichs seine Mitglieder auf, ihre Lieblings-Quarantäne-Rezepte inklusive Fotos zu schicken, um diese via Facebook als kreative Unterstützung für die Bevölkerung zu teilen. Die Resonanz war riesig, zahlreiche Mitglieder beteiligten sich an der Aktion. Der Mix war bunt und vielseitig, wie eine ausgewogene Ernährung eben sein sollte: es gab Deftiges und herrlich süße Mehlspeisen, Rezepte für das Kochen mit Kindern und viele köstliche, gesunde und leichte Kochideen. Mango-Halloumi-Curry, selbstgemachte Wraps, Krautschnecken oder Chicken-Tetrazzini sind nur einige Beispiele für die Vielfalt der eingegangenen Rezepte.
Da das Feedback auf die online veröffentlichten Rezepte äußerst positiv war, wollte der Verband auch andere Genussinteressierte teilhaben lassen und so wurde aus den vielen gesammelten Lieblingsrezepten ein Kochbuch gestaltet. In erster Linie dienen die vielfältigen Rezeptideen dem Genuss, Energie- und Nährwertberechnungen sowie die Kontakte zu Ernährungswissenschafter*innen machen das Werk einzigartig.
Das Kochbuch ist gegen eine freie Spende beim Verband erhältlich. Der Reinerlös kommt zur Gänze der Wiener Tafel zugute, denn die Wiener Tafel und den VEÖ verbindet ein gemeinsames Interesse: die Förderung eines wertschätzenden Umgangs mit Lebensmitteln. Die Wiener Tafel ist ein unabhängiger Sozial- und Umweltverein, der bis zu vier Tonnen Lebensmittel pro Tag vor dem Müll rettet. Gemeinsam mit den wertvollen Warenspenden von Handel, Industrie und Landwirtschaft konnten im Jahr 2019 dadurch 19.000 Armutsbetroffene in rund 100 Sozialeinrichtungen Wiens mit 676.000 Kilogramm Lebensmittel versorgt werden.
Am 21. August 2020 war es dann soweit: das Quarantäne-Kochbuch wurde bei der Eröffnung des neuen Großen TafelHauses am Wiener Großgrünmarkt präsentiert. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Bürgermeister Michael Ludwig und Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22, waren dabei und setzten mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen gegen Armut, Hunger und Lebensmittelverschwendung. Andreas Schmölzer, 1. Vorsitzender des VEÖ, und Katharina Landl, Geschäftsführerin des VEÖ haben vor Ort für kulinarischen Genuss gesorgt, natürlich mit einem Rezept aus dem „Quarantäne-Kochbuch“!
Das VEÖ Quarantäne-Kochbuch
Genießen geht immer!
23 Rezepte inklusive Energie- und Nährwertberechnungen
Das Quarantäne-Kochbuch ist gegen eine freie Spende unter success@veoe.org erhältlich.
Der Verband der Ernährungswissenschaften Österreichs (VEÖ) wurde 1991 gegründet. Er bietet eine Kontaktplattform am Sektor Ernährung für Fachleute, Organisationen, Unternehmen, aber auch der interessierten Öffentlichkeit. Wichtige Ziele des Verbands sind unter anderem die fachspezifische und berufsübergreifende Fortbildung und Weiterqualifizierung sowie eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung. Dadurch trägt der Verband auch maßgeblich zur Ernährungsaufklärung und somit Gesundheitsförderung der Bevölkerung bei.
VEÖ-Geschäftsstelle
veoe@veoe.org

Hinweise:
Die frischen Beeren können z.B. auch durch getrocknete Marillen (2 Stunden in Wasser einweichen) oder feine Apfelwürfel ausgetauscht werden.
In luftdichten Dosen sind die Kekse vier Wochen haltbar.



Das Zupfbrot kann auch mit Käse, Tomaten, Basilikum und Oregano oder mit Schafskäse, Paprika und Oliven gefüllt werden. Fleischliebhaber garnieren das Brot vor dem Backen noch mit Speck- oder Schinkenstreifen. Zum Essen wird das Zupfbrot mit einem Messer grob zerteilt oder einfach mit den Fingern “gezupft”.


„Die Quarantäne mit drei pubertierenden Kindern ist hart“, hat mir meine in Italien lebende Freundin Karin schon vor Wochen erzählt, als sie das Haus nicht mehr verlassen durften. Ihre Kinder seien sich nur in einer Sache absolut einig: „Das Beste ist, dass wir jetzt Buchteln, Salzburger Nockerln und andere Österreichische Gerichte miteinander zubereiten und immer gemeinsam essen können.“
Seit die gewohnten Strukturen ins Wanken geraten sind, wird auch bei uns in zwei Dritteln der Haushalte wieder frisch gekocht. Um die Familie kulinarisch gut und gesund zu versorgen, erweisen sich grundlegende Kochkenntnisse als sehr praktisch. Denn zumindest beim Essen und Trinken wollen wir es uns schließlich an nichts fehlen lassen, wenn wir schon soziale Kontakte einschränken müssen.
Familienrezepte haben jetzt Hochsaison – egal ob es ums Kochen oder Backen geht. In der aktuellen Phase der Entschleunigung darf die Arbeit in der Küche auch wieder etwas zeitaufwändiger sein. Hand aufs Herz: Haben auch Sie zur Sicherheit ein paar Packungen Mehl und Hefe auf Vorrat eingekauft und backen jetzt öfter selbst? Da sind Sie in guter Gesellschaft, denn Tätigkeiten wie Teig zu kneten oder Brötchen zu formen vermitteln uns neben all den digitalen Aktivitäten, die unser Leben derzeit bestimmen, Sicherheit und Wohlbefinden.
Trotz praktischer Snacks und Fertigprodukte hat Kochen glücklicherweise in unserer Gesellschaft seinen Stellenwert bewahrt. Gemeinsam zu kochen verbindet und Familienmahlzeiten strukturieren den Tag. Sie bieten den Rahmen sich auszutauschen und Beziehungen zu pflegen. Wer nicht im gemeinsamen Haushalt lebt, trifft sich neuerdings auch öfter zum virtuellen Nachmittagskaffee oder Abendessen, um Unterhaltung, Genuss und Entspannung zu verknüpfen.
Wenn wir beim Essen etwas Angenehmes auf der Zunge spüren und etwas Gutes schmecken, wirkt das sehr beruhigend und ausgleichend. In unsicheren und rundherum angespannten Zeiten greifen wir daher gerne auf Dinge zurück, die uns an etwas Schönes erinnern und angenehme Gefühle hervorrufen. So verwöhnen wir uns gerne mit Süßem, Lieblingsspeisen und -getränken. Um ungewolltem Corona-Speck vorzubeugen, ist es empfehlenswert, regelmäßig auch frische, energiearme Lebensmittel auszuwählen, Mahlzeiten achtsam zu genießen und sich zum Ausgleich entsprechend zu bewegen.


Tipp: Mit Öl bedeckt ist das Pesto etwa zwei Wochen im Kühlschrank haltbar. Um es länger haltbar zu machen, friere ich es ein.


Tipp: Bleche ohne Rand oder die Rückseite der Bleche verwenden, damit die Riegel beim Stürzen nicht brechen! Sollten die Müsliriegel dennoch einmall zerfallen, diese noch warm in eine luftdichte Dose füllen. So bleiben sie knusprig und schmecken als Crunchies mit Milch oder Joghurt oder einfach zum Knabbern.
Rezept & Foto: Gerhard Kerber & Angelika Stöckler