





Sie spaltet Stärke aus dem Mehl in vergärbaren Zucker. Der Zucker wird zu Alkohol und Kohlensäure abgebaut. Die Kohlensäure wiederum bildet im Teig Luftbläschen, die aufgrund des Klebers (Gluten) im Mehl nicht entweichen können und den Teig aufgehen lassen. Der Alkohol verdampft beim Backen.
Sie benötigt genügend Sauerstoff und gute Temperaturbedingungen. Für den perfekten Hefeteig sollten daher alle Zutaten – auch die Hefe – zimmerwarm sein.
Die idealen Bedingungen fürs Aufgehen des Hefeteigs sind Temperaturen zwischen 25 und 35 °C und ein Ort ohne Durchzug. Bei Temperaturen über 40 °C wird es der Hefe zu heiß und die Hefepilze sterben ab.
Bei niedrigen Temperaturen lässt er sich mehr Zeit zum Aufgehen. Wer also frischen Zopf zum Frühstück möchte, kann den Hefeteig problemlos über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Lassen wir dem Hefeteig länger Zeit zum Gehen, so kommen wir mit weniger Hefe aus und der Teig wird feinporiger. Für ein tolles Backergebnis den Hefeteig jedoch auch im Kühlschrank nicht länger als 12 Stunden gehen lassen.
Trockenhefe lässt sich gut bevorraten, erspart das Dampfl und erzeugt Gebäck mit eher größeren Poren. Frische Hefe macht den Teig feinporiger und schmeckt Kennern besser. 1 Hefewürfel wiegt 42 g. Er reicht für 1 kg Mehl. Lediglich bei Teigen mit hohem Anteil an Fett, Nüssen oder Zucker braucht es mehr.
Das Dampfl ist ein Vorteig, der bei frischer Hefe die Vermehrung der Hefepilze aktiviert. Für das Dampfl werden 1/3 der Flüssigkeit (lauwarm), 1 EL Zucker, 1 EL Mehl und die Hefe verrührt. Dann diesen Vorteig mit Mehl bestauben und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat und Blasen wirft.
Für den perfekten Hefeteig braucht es glattes Mehl mit guter Kleberfähigkeit. Gut geeignet sind Weizen, Dinkel oder Buchweizen.
Für einen geschmeidigen Teig nimmt man etwa halb so viel Flüssigkeit wie Mehl. Wichtig ist, dass die Flüssigkeit zimmerwarm und auf keinen Fall wärmer als 40 °C ist.
Eidotter verleihen dem Zopf eine schöne Farbe und machen ihn aromatisch, saftig und feinporig. Eiklar macht dagegen den Teig trocken und sollten daher nur für schwere Hefeteige mit Früchten oder Nüssen verwendet werden. Pizza, Brot und Flammkuchen kommen ganz ohne Eier aus.
Ein bisschen Fett – Butter im Zopfteig oder Olivenöl im Pizzateig – macht diesen elastisch und saftig. Fett sollte jedoch nie zu viel sein und nicht direkt zur Hefe gegeben werden, denn es bremst die Aktivität der Hefepilze.
Für den perfekten Hefeteig müssen die Zutaten verarbeitet und dann mindestens 5 Minuten lang kräftig verknetet und geschlagen werden. Dieser Vorgang wird vor und nach dem Gehen gemacht. Dazu wird der Teig flachgedrückt und im Kreis immer wieder zusammengeschlagen. So wird Sauerstoff eingearbeitet, den die Hefe für die Teiglockerung braucht. Dass der Teig lange genug geknetet wurde erkennt man daran, dass sich eine Vertiefung, die man mit dem Finger in den Teig drückt, gleich wieder verschließt.

Ein guter Hefeteig braucht genügend Zeit, damit sich der Kleber des Mehls entspannen kann und sich die Hefezellen vermehren können. Die Dauer hängt von der Temperatur ab. Der Hefeteig ist dann ausreichend gegangen, wenn er sein Volumen verdoppelt hat und an der Oberfläche leichte Risse bekommt. Das Gebäck wird besonders gut, wenn wir es nach dem Formen ein zweites Mal gehen lassen, bevor wir es backen.
Wenn der Teig nicht mehr geschmeidig ist und in sich zusammensinkt, ist er zu lange gegangen oder die Temperatur war zu hoch.
Je kleiner das Gebäck, desto heißer muss es gebacken werden, damit es innen nicht austrocknet. Wird beim Backen etwas Dampf zugegeben oder eine Schale Wasser eingestellt, bleibt die Oberfläche etwas länger weich und die Kruste wird besonders schön.

In vielen Familien wird die Zeit jetzt auch zum Aufräumen genutzt und so mancher Vorratsschrank in der Küche ausgeräumt und gründlich geputzt. Ballast abzuwerfen, alles was nicht mehr gebraucht wird zu entsorgen und den Rest übersichtlich zu ordnen, empfehlen uns Ordnungs-Coaches im Internet.
Doch Achtung, unsere Lebensmittel sind viel zu kostbar für die Tonne und aus so manchen Restchen lassen sich noch wahre Köstlichkeiten zubereiten. Mir sind bei der Räumaktion u.a. geriebene Mandeln, Kokosflocken, getrocknete Marillen und Feigen untergekommen. Diese habe ich im Handumdrehen zu fruchtigen Kugeln verarbeitet, die sich gut zwei Wochen lang im Kühlschrank aufbewahren lassen und gekühlt besonders erfrischend schmecken.
Dann waren da noch Restchen von Sesam, Nüssen und Haferflocken, die ich der Übersicht halber gerne los werden wollte. Daraus habe ich knusprige Energiekekse gebacken, die reißenden Absatz fanden. Nach dem Vorratsschrank habe ich mich dem Kühlschrank gewidmet. Er war noch immer ziemlich voll, denn das Horten von Vorräten wirkt schließlich ansteckend. Ich hatte die Schulbladen mit reichlich Frischgemüse gefüllt, das es nun auch zu verwerten galt. Unter anderem gab es noch einzelne Karotten, ein Stück Lauch, Frühlingszwiebeln, die schon zu welken drohten, und eine Paprika. Ich habe alles fein gehackt und daraus herzhafte Gemüse-Omeletten zubereitet. Serviert mit frischem Vogerlsalat, den ich schon im Garten ernten konnte, ergaben sie ein hervorragendes Mittagessen.
Falls auch Sie die einen oder anderen Restchen veredeln möchten, finden Sie Anregungen in den beigefügten Rezepten. Die Zutaten lassen sich bei allen Rezepten gut variieren. Ich wünsche gutes Gelingen und viel Vergnügen beim gemeinsamen Genießen.

